Heinz vom Stein
Ein Freilichtspiel nach G. F. X. Unterforsthuber

1193, zur Zeit des 3. Kreuzzuges, kehrt der als vermisst geltende Heinz von Stein aus dem Morgenland zurück. Die verwaiste Burg ist besetzt von den Baumburger Mönchen und deren Vogt, dem Grafen von Ortenburg. Heinz befreit die Burg von den "Heuschrecken", die jahrelang von Stein zehrten.
Durch die mittelalterliche "Globalisierung" der Kreuzzugszeit geprägt, denkt Heinz über die Enge seines Herrschaftsbezirkes hinaus. Sein Denken und Handeln sprengt heimatlichen Rahmen. So bringt er nicht nur neues Wissen aus dem Orient, sondern auch eine Geliebte, schwanger von Heinz. Das Fremde in Form der arabischen Geliebten wird ermordet, sein Kind kann angeblich nur noch tot geboren werden.

Damit bricht für den idealistisch gestimmten Heinz eine Welt zusammen. Die Erinnerung an seinen Verlust lähmt Heinz, immer mehr verfällt er der Lethargie und lässt sich von auflen, seinen Spieflgesellen leiten. Aus der in Armut versunkenen Burg heraus treibt man Frauenraub und Straßenräuberei.

Geldraub aber schreckt die Obrigkeit, die mit Übermacht gegen Stein zieht. Der totgeglaubte Sohn von Heinz will seine Anverlobte , Waltraud, dabei aus der Burg befreien, tötet den Herrn von Stein, in dem er zu spät seinen Vater erkennt.
Die Nachfolge auf Stein aber ist gesichert.

Heinz vom Stein - Der Wilde